Technologie


Unsere internationalen Kunden verlangen höchste Qualität, Service und Lieferleistung. Die Produktionsanlagen in den Werken unserer knapp 80 Unternehmen sind mit modernsten Technologien und Prozessen über die gesamte Wertschöpfungskette exakt auf diese Anforderungen ausgerichtet.


Unsere Mitarbeiter mit ihrer Kompetenz, Erfahrung und ihrem Engagement kreieren aus diesen Anlagen und Technologien einzigartige Lösungen für flexible Verpackungen und Etiketten.

Schließlich geht es einfach darum, die richtige Lösung dem richtigen Kunden zur richtigen Zeit zur Verfügung zu stellen.


Hier sind einige unserer Innovations-Highlights in der Produktion:

+ Aluminiumwalzwerk auf dem neuesten Stand der Technik
+ Hochleistungsanlagen im Bereich Co-Extrusion Beschichtung, -Kaschierung und Filmgießen
+ Laserperforation, digitale Kodierung

Produktionsprozess Infografik

Produktionstechnologien

 

Cast-Folienextrusion

Bei diesem Extrusionsverfahren wird Kunststoffgranulat in einem Extruder aufgeschmolzen. Die Formgebung erfolgt durch eine Flachfoliendüse. Die Schmelze wird anschließend auf einer gekühlten Walze abgeschreckt.

Die so hergestellte Folie wird schließlich zu Folienrollen aufgewickelt. Durch das Coextrusionsverfahren kann die Folien aus bis zu 5 unterschiedlichen Schichten bestehen, wodurch die Folie genau auf die gewünschten Kundenanforderungen angepasst werden kann.

Es können Folien aus unterschiedlichen Rohstoffen in einem Dickenbereich von 15µ-150µ, bis zu einer Breite von 2450mm, hergestellt werden.

 

Bänderschneiden

Auf unseren Bänderschneidemaschinen werden jene als Rollenware gelieferten Materialien hinsichtlich Nutzenbreite und Rollendurchmesser entsprechend den Kundenvorgaben endkonfektioniert, damit diese den Anforderungen der jeweiligen Verpackungsmaschinen entsprechen.

Tiefziehen

Ähnlich dem Stanzprozess werden beim Tiefziehen aus der veredelten Bandware Deckel ausgestanzt, die durch den Stempel in eine entsprechende Matrize tief gezogen und somit zu einem Behälter ausgeformt werden. Behälterform und Größe werden den Kundenvorgaben entsprechend angepasst, wobei bestimmte gängige Behälterformen bereits als Standardwerkzeuge vorhanden sind.

 

Stanzen

Mittels Stanzwerkzeugen bestehend aus Stempel und Matrize werden aus der veredelten, lackierten und bedruckten Bandware die Deckel (= Platinen) ausgestanzt. Die Stanzwerkzeuge werden den Kundenvorgaben und der Deckelform entsprechend angefertigt, wobei alle gängigen Deckelformen und Größen als Standardwerkzeuge vorhanden sind. Zudem können die Deckel auf unseren Stanzautomaten mittels vorgesetzter Prägekassette inline geprägt werden. Als Spezialanwendung sind auch teilgeprägte oder tief gezogene Deckelformen möglich.

 

Prägen

Mittels einer gravierten Stahlwalze werden unterschiedlichste Muster bzw. Logos in bedruckte oder lackierte Folien eingeprägt und somit ein Relief in der Folie erzeugt, die dem Produkt ein spezifisches Erscheinungsbild verleiht (z.B. Schokoladenfolie).

 

Extrusion

Nach spezifisch dosierbaren Rezepturen werden auf eigenen Extrudern die Materialien Polyethylen und Polypropylen zu Ein- und Mehrschichtfolien mit genau definierten Eigen- schaftsbildern – wie Dichte, Reißfestigkeit, Dehnbarkeit usw. – hergestellt. So können spezielle Einfärbungen oder technische bzw. lebensmittelspezifische Anforderungen erfüllt werden. Sowohl PS- als auch PP-Folien können in Stärken von 200 µ bis 2.50 µ extrudiert werden.

 

Extrusionsbeschichten

Auf die Folienbahn wird mittels einer Breitschlitzdüse geschmolzenes Kunststoffgranulat als Film aufgetragen, welcher als Siegelschicht bei unterschiedlichen Deckelmaterialien Anwendung findet. Durch Wahl entsprechender Kunststoffgranulate kann die Siegelschicht dem jeweiligen Bechermaterial angepasst werden. Durch das Coextrusions-Prinzip können in einem Arbeitsschritt mehrere unterschiedliche Kunststoffschichten als „Sandwich-Aufbau“ appliziert werden.

 

Flexodruck

Der LM-Flexodruck ist ein direktes rotatives Hochdruckverfahren, bei dem flexible Druckformen und niedrigviskose Druckfarben verwendet werden.

Haupteinsatzgebiet ist das Bedrucken von Verpackungsmitteln aus Kunststoff, Papier, Karton und Pappe, weitere Einsatzmöglichkeiten sind Klebefolien, Isolationspapier, Durchschreibesätze, Papierservietten oder auch Tapeten.

Generell besitzt das Flexodruckwerk eine Rasterwalze, welche die Druckform einfärbt, ein Rakelsystem, welches die überschüssige Farbe von der Rasterwalze entfernt, den Druckformzylinder und den Gegendruckzylinder, der den Bedruckstoff führt.

Heutige Flexodruckmaschinen haben in der Regel zwischen 4 und 10 Druckwerke. Diese sind in Reihenbauweise oder Satellitenbauweise (Zentralzylinder) angeordnet.

 

Lackieren

Mit größtenteils eigen entwickelten Siegel- und Druckvorlacken werden die Folien und dünnen Bänder im Mehrfach-Lackierverfahren vor veredelt und somit für das Bedrucken bzw. die weitere Verarbeitung vorbereitet. Um dabei den hohen Anforderungen an den Umweltschutz Rechnung zu tragen werden bei Teich im hohen Maße benutzerfreundliche und umweltschonende lösungsmittelfreie Lacksysteme verwendet, die in der eigenen Lackfabrik hergestellt werden.

Kaschieren

Mittels Auflackieren eines Flüssigklebers auf Folien und anschließendem Zuführen einer weiteren Folien-, Kunststoff- oder Papierbahn werden Verbundmaterialien erzeugt (z.B. Alu/Papier, Alu/Kunststoff), wie sie beispielsweise für Süßwarenverpackungen Einsatz finden. Durch Wiederholen dieses Vorganges können auch Mehrfachverbunde (z.B. Alu/Papier/Alu) erzeugt werden, wie sie etwa für Butterfolien oder Waffelverpackungen Verwendung finden. Als Kaschierverfahren stehen sowohl Nass- und Trockenkaschieren, als auch Wachskaschieren zur Verfügung.

 

Metallisierung

Bei der Metallisierung wird Folie im Hochvakuum mit Aluminium bedampft. Die Folien können vollflächig oder streifenförmig mit Aluminium bedampft werden. Ziel der Metallisierung ist die optische Aufwertung der Folie, aber auch die Erzielung einer Sauerstoff- bzw. Wasserdampfbarriere.

Rollenschneiden

Rollenschneider dienen dazu, die Papierbahn in Längsrichtung ein- oder mehrmals zu teilen. Ziel ist dabei die z.B. vorberuckten Großrollen von den Druckmaschinen verarbeitungsgerecht für den Endkunden konfektionieren zu können. Hierbei können sowohl die Hülsenkerne, die Wicklungslage, aber auch die Wicklungsrichtung, sowie die maximalen Rollendurchmesser entsprechend der Kundenspezifikation angefertigt werden. Beim Rollenschneiden wird die Bahn mit hoher Geschwindigkeit zwischen z.B. scharfen und rotierenden Ober- und Untermessern geführt, die genau auf die gewünschten Bahnbreiten der Endrollen eingestellt sind.

Walzen

Aus zugekauften Vorwalzbändern (dünnen Blechen mit einer Stärke von 0,6 mm) werden bei Teich im Kaltwalzverfahren auf derzeit 5 Walzgerüsten Folien im Stärkebereich von 120 bis 6,3 Mikrometer für verschiedenste Anwendungen in unseren Geschäftsbereichen Dairy & Food, Pharma sowie Alufoil Container gewalzt. Die so erzeugten Folien und dünnen Bänder im Breitenbereich von 600 bis 1800 mm werden anschließend entweder intern veredelt, als Veredelungsfolie an Töchterbetriebe bereitgestellt, oder an Fremdfirmen verkauft.

Tiefdruck

Bedrucken von Folien und Verbundmaterialien mit gravierten Stahlkernzylindern und lösemittelbasierten Druckfarben, wobei das Druckmotiv durch die in eine Kupferschicht gravierten Vertiefungen (Näpfchen) erzeugt wird – die überschüssige Farbe auf der Zylinderoberfläche wird mittels einer Rakel abgezogen. Auf unseren Tiefdrucklinien können Motive mit bis zu maximal 10 Farben gedruckt werden, wobei sowohl Widerdrucke (Rückseitendrucke), als auch Spezialveredelungen (z.B. Hotmeltprofile, Kaltsiegelbeschichtungen, Glanzüberlacke) möglich sind.

 

Offsetdruck

Der Offsetdruck ist ein indirektes Flachdruckverfahren, welches sowohl im Bogen- als auch im Rotationsdruck eingesetzt wird. Das bedeutet, dass das zu bedruckende Material nicht direkt mit der Druckform in Kontakt kommt, sondern die Druckfarbe mittels eines Gummituchzylinders an den Bedruckstoff übertragen wird. Der Vorteil hierbei liegt u.a. darin, dass somit die Standzeiten der Druckformen erhöht wird, und auch Materialien mit "groben" Oberflächenstrukturen in einer sehr hohen und detailgetreuen Druckqualität erzielt werden.

Im Gegensatz zu Druckverfahren wie Tief- oder Flexodruck, bei denen die druckenden und nicht druckenden Elemente in verschiedenen Druckformebenen liegen, sind diese differenzierenden Bereiche auf gleicher Ebene bei einer Offsetdruckform. Um im Offsetdruck überhaupt drucken zu können bedient man sich eines physikalischen Effekts, der sich darauf beruft, dass die Druckform hydrophile (Wasser „liebende“ also nicht druckende Stellen) und lipophile (Fett „liebende“ also druckende Elemente) aufweist.

Auf dem Plattenzylinder wird eine Druckform aufgespannt, welche aus einer dünnen Aluminiumplatte besteht und sich somit leicht um den Zylinder legen kann. Die beiden Plattenenden werden im sogenannten Plattenkanal für den Druckvorgang fixiert. Der Plattenzylinder wird zuerst mit Hilfe eines Feuchtwerks befeuchtet. Dieses Feuchtmittel verbleibt nur an den sogenannten „wasserfreundlichen“ Stellen, d.h. hydrophilen Stellen. Anschließend wird die Druckform mittels eines speziellen Farbwerks mit der entsprechenden Farbe eingefärbt. An den zuvor mit Feuchtmittel benetzten Druckplattenelementen wird die Farbe abgewiesen, da diese von Haus aus hydrophob ist, und an allen anderen Bereichen der Druckform kann die Farbe übertragen werden. Um eine kontinuierliche Druckqualität erzielen zu können, bedarf es einer genauen Farb/Wasser-Balance.

Anschließend gibt der Plattenzylinder die Druckinformation in Form der Farbe an den Gummizylinder ab, welcher diese an den Bedruckstoff weitergibt. Für den notwendigen Anpressdruck in der Kontaktzone sorgt der Gegendruckzylinder. Der Begriff "offset" und damit auch Offsetdruck rührt vom Gummituchzylinder her, da das Druckbild nicht direkt von der Druckform auf den Bedruckstoff übertragen wird, sondern indirekt, d.h. "offset".

 

UV-Flexodruck

Bedrucken von Folien und Verbundmaterialien mit Photopolymerklischees und UV- härtenden Druckfarben, welche sich aufgrund ihrer Lösungsmittelfreiheit durch besondere Umweltverträglichkeit auszeichnen. Das Druckmotiv wird von erhabenen Elementen auf den Photopolymerklischees erzeugt, die von einer Rasterwalze mit Kammerrakel-System mit Farbe versorgt werden. Aufgrund der hohen Auflösung von 70 Linien/cm können auch fotorealistische Darstellung in tiefdruckähnlicher Qualität mit bis zu maximal 8 Farben gedruckt werden. Durch ein integriertes Tiefdruckwerk können zusätzliche Veredelungen im Schön- oder Widerdruck auf Basis lösemittelfreier Lacksysteme durchgeführt werden.

 

Sleeven

Beim Produktionsverfahren der Sleeveetikettenherstellung werden nutzenvereinzelte Kunststoffbahnen aus PVC oder PS, die im Vorfeld in einer Flexo- oder Tiefdruckmaschine bedruckt wurden, zu einem Schlauch umgeformt. Hierbei wird die Kunststoffbahn über einen Formtrichter gezogen, so dass die beiden seitlichen Bahnenden zueinander in Überlappung gebracht werden, die dann miteinander zusammengeklebt werden, so dass man einen endlosen Etikettenschlauch erhält. Dieser kann dann auf speziellen Applikationsmaschinen vereinzelt und über das Gebinde gestülpt und eng anliegend geschrumpft werden.